Der beliebteste türkische Nachtisch: So bereitet man Baklava zu

Sonntag, Februar 1, 2026 13:48 von geschrieben.
Kategorie Gerichte, Süßes

Baklava zählt zu den bekanntesten und beliebtesten türkischen Süßspeisen. Das Gebäck besteht aus vielen Lagen hauchdünnem Teig, gefüllt mit gehackten Nüssen und getränkt mit einem Sirup aus Zucker und Wasser. Die Besonderheit liegt in der Kombination aus knusprigem Teig, süßem Aroma und nussigem Biss. Wer Baklava selbst herstellen möchte, benötigt nur etwas Geduld und eine saubere Abfolge bei den Arbeitsschritten. Eine besondere Ausstattung ist hierfür nicht nötig.


(Bild erstellt mit KI)

Woraus Baklava besteht

Baklava wird traditionell mit Pistazien oder Walnüssen gefüllt. In einigen Regionen werden auch Mandeln verwendet. Der Teig besteht aus dünnen Teigblättern, die mit flüssiger Butter bestrichen werden. Die Schichten sorgen für das typische Mundgefühl. Der Sirup bildet später den süßen Abschluss und zieht in den Teig ein, ohne die knusprige Oberfläche komplett aufzuweichen. Im Vergleich zu anderen Nachspeisen wird die Süße nicht ausschließlich durch den Sirup erzeugt. Die Nüsse tragen mit ihrem natürlichen Fettgehalt und ihrem Aroma zur Balance bei. Hier nun die Zutaten für ein Backblech:

  • türkische Teigblätter oder Blätterteig
  • geschmolzene Butter
  • Pistazien oder Walnüsse
  • Zucker
  • Wasser
  • ein Stück Zitrone für den Sirup

Diese Zutaten sind alle leicht erhältlich. Die Kunst entsteht hier vor allem durch die Reihenfolge.

Schritt für Schritt zubereiten

Zuerst werden die Teigblätter vorbereitet und zugeschnitten. Die Blätter werden einzeln mit Butter bestrichen und aufeinander gelegt. Nutzt man Blätterteig, genügen zwei Schichten. Nach einigen Lagen folgt eine Schicht gehackter Nüsse. Dies wiederholt sich, bis die Oberseite aus einer reinen Teigschicht besteht. Bevor das Blech in den Ofen kommt, wird die Oberfläche vorsichtig eingeschnitten. Dadurch können später Sirup und Fett gleichmäßig verteilt werden.

Gebacken wird das Ganze bei mittlerer Temperatur, bis die Oberfläche schön goldbraun ist. Während das Baklava im Ofen ist, wird der Sirup gekocht. Der Sirup wird erst dann aufgetragen, wenn das Gebäck aus dem Ofen kommt. Die Temperaturunterschiede sorgen dafür, dass der Sirup in die Zwischenräume zieht, ohne den Teig dabei aufzulösen.

Was beim Kochen des Sirups wichtig ist

Der Sirup sollte nicht zu dünn und nicht zu dick sein. Wenn er zu dünn ist, zieht er zu tief ein und das Gebäck verliert seine Struktur. Ist er zu dick, bleibt er an der Oberfläche und verfestigt sich zu schnell. Eine mittlere Konsistenz sorgt für einen schönen Glanz, ohne die knusprige Oberfläche vollständig zu bedecken. Ein Stück Zitronenschale im Sirup bringt noch einmal eine gewisse Frische und reduziert die Schwere der Süße. Dadurch entsteht ein ausgewogenes Geschmackserlebnis.

Richtig servieren und aufbewahren

Baklava schmeckt dann am besten, wenn es vollständig ausgekühlt ist. Das Aroma entfaltet sich nämlich erst nach ein paar Stunden. Im Kühlschrank kann Baklava problemlos für mehrere Tage aufbewahrt werden, ohne an Qualität zu verlieren. Serviert wird es am besten in kleinen Stücken. Die Portionen sind bewusst klein gehalten, weil es ein eher mächtiges Gebäck ist.

Die passenden Getränke wählen

Zu einem türkischen Abend gehört natürlich auch ein Getränk, das den Abschluss begleitet. In vielen Haushalten wird traditionell Tee serviert. In manchen Runden wird auch gerne Raki ausgeschenkt. Durch den Anisgeschmack ergibt sich ein markanter Kontrast zur Süße der Baklava. Dieser Kontrast sorgt für Klarheit im Geschmack und rundet das Menü ab. Raki wird traditionell mit Wasser und Eis serviert, wodurch sich die Farbe verändert und ein milchiger Effekt entsteht. Dieser Effekt entsteht durch die ätherischen Öle des Anis. Die Begleitung durch salzige Meze ist ebenfalls verbreitet, doch bei einem süßen Nachtisch dient er als aromatischer Abschluss. So entsteht mit nur wenigen Schritten eine Abfolge von Süße und Kräuteraroma, die viele Gäste als angenehm empfinden.